Ein positives Testergebnis auf den SARS-CoV-2-Erreger sagt nichts über den zukünftigen Verlauf der Infektion aus

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Positives PCR-Testergebnis

Da ein PCR Test grundsätzlich und per se nicht zur klinischen Diagnostik geeignet ist, verbietet es sich von vornherein, ein positives PCR-Testergebnis z.B. für Entscheidungen über eine Quarantäne heranzuziehen.

Dies ergibt sich erstens aus der fehlenden Möglichkeit des Tests, ein Virusisolat zu bestimmen, und zweitens aus der Fehlermarge des PCR Tests von ca. 1,4 Prozent. In Abhängigkeit von der Durchseuchung bewirkt diese Fehlermarge ein Übermaß an falsch-positiven Ergebnissen.

Infektion

Für eine Infektion ist eine bestimme Viruslast notwendig. Eine Infektion ist Folge einer Aufnahme eines Erregers und setzt die Existenz vermehrungsfähiger Viren im Organismus voraus.

Corona-Verläufe

Nach einer Infektion mit SARSCoV2 gibt es drei Möglichkeiten:

Verlauf ohne Beschwerden (asymptomatischer Verlauf)
Nicht alle, die sich angesteckt haben, werden krank. Bleiben Symptome  aus, sprechen Ärzte von einer asymptomatischen Infektion. Schon etwa eine Woche nach der Ansteckung bildet der Körper Abwehrstoffe (“Antikörper”)

Milder Verlauf
In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 milde bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen.

Schwerer Verlauf
Circa 14% der Covid-19-Erkrankungen verlaufen schwer

Quelle: apotheken-umschau.de

Erkrankung

Eine Erkrankung im somatischen Sinne kann nur dann vorliegen, wenn definierte Symptome zu beobachten sind. Darüberhinaus ist die Erfahrung von Gesundheit und Krankheit ein höchst individuelles Geschehen, das u.a. von der Krankheitsbiographie, den sozialen Bedingungen und der psychischen Stabilität (Resilienz) abhängt. Eine allgemeingültige Definition von Krankheit ist aus diesen Gründen umstritten.

Das klassische Schema „Erreger/Auslöser – Defekt – spezifische Behandlung – Heilung“ bestimmt das Krankheitsverständnis nicht nur vieler in der Medizin Tätiger, sondern auch der meisten Laien. Diese Modellvorstellung war aber schon bei den übertragbaren Krankheiten, zu deren Erklärung sie historisch entwickelt wurde, nicht durchweg zutreffend. Sie trifft keinesfalls die heutige epidemiologische Realität von massenhaften verhaltensbedingten Zivilisationserkrankungen mit multifaktorieller Genese, zunehmender Multimorbidität im Alter und der weiten Verbreitung psychischer Störungen und psychosomatischer Beschwerdebilder.

Quelle: leitbegriffe.bzga.de/